Individuelle
Berufsfindung

Von der Buchhalterin zur Fotografin
Dagmar Stratenschulte aus Berlin

Nach der Schule war Dagmar auf Anraten ihrer Mutter Buchhalterin geworden. Anfang dreißig kamen zwei Töchter zur Welt, und fortan widmete sie sich der Familie. "Das war schön, doch beschlich mich manchmal das Gefühl, dass alle sich weiterentwickeln - außer mir." Zusätzlich blieb der Wunsch, auch zum Familieneinkommen beizutragen.

Doch was tun nach vielen Jahren fernab vom Arbeitsmarkt? Im Workshop Individuelle Berufsfindung wird klar, dass Dagmars Liebe vor allem der Fotografie gilt. "Danach habe ich erst einmal angefangen, mich ernst zu nehmen." Sie bewirbt sich mit Mitte vierzig bei einem Fotografen und wird tatsächlich zum Vorstellungsgespräch geladen. Dort begrüßt man sie mit "Da haben Sie sich ja was Tolles vorgenommen, und wir würden Sie gern dabei unterstützen." Eine Woche später fängt sie an.

Inzwischen hat Dagmar ihre Ausbildung mit Erfolg abgeschlossen. Ihr Ausbilder hätte sie gern übernommen, doch Dagmar will selbstständig arbeiten. So gehört ihr ehemaliger Chef jetzt zu ihren Kunden.

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