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Sandra arbeitet als technische Leiterin in der Online-Werbung eines Verlags. Irgendwann 2006 wird sie Schöffin in einem Mordprozess. Vor Gericht tritt auch eine Gerichtsmedizinerin auf. Das erinnert Sandra an einen alten Berufswunsch: "Ich wäre bald geplatzt vor Neid. Ich dachte nur: Diese Frau hat meinen Job!" |
Aber mit 35 Jahren noch Medizin studieren? Sandra kommt im März 2007 ins Seminar, um herauszufinden, ob sie vielleicht verrückt geworden ist. Im Seminar findet das niemand und so kündigt Sandra ihre Stelle. Obwohl der Studienberater und ihre Mutter strikt dagegen sind: Sandra könne viel zu wenig Chemie, zu wenig Physik, zu wenig Biologie und überhaupt. Trotzdem schreibt sie sich wenige Monate nach dem Seminar an der Universität Hamburg für Medizin ein.
Sandra nimmt sich vor, am ersten Studientag mindestens einen Kommilitonen zu finden, der älter ist als sie. Es gelingt: Ein Mitstudent ist bereits über 40 und betreibt neben dem Medizinstudium eine Baufirma in Süddeutschland. Im Sommer 2010 macht Sandra ihr Physikum. Zur Finanzierung arbeitet sie halbtags bei ihrem alten Arbeitgeber. Wie es ihr geht mit der Belastung aus Medizinstudium und Job? "Ich bin total happy und höre gar nicht mehr hin, wenn andere jammern." Selbst ihre Mutter findet das mit dem Studium inzwischen gut.

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