Individuelle
Berufsfindung

Der Lebenslauf

Ein Lebenslauf, der in erster Linie Auskunft über Belanglosigkeiten
gibt, interessiert Ihren hoffentlich zukünftigen Chef wenig. Wer mit seiner Grundschulzeit beginnt und dann chronologisch jede Kleinigkeit auflistet, provoziert beim Leser schnell ein gelangweiltes Gähnen.

Der Lebenslauf ist das Herzstück Ihrer Bewerbungsmappe. Dort, wo Ihr bisheriges Leben auf dem Papier zusammengefasst vorliegt, ist es besonders wichtig, sich von seiner Schokoladenseite zu präsentieren. Wer zerknitterte, weil schon benutzte Kopien versendet, wer langweilig hintereinander auflistet, lieblos formatiert und dem Betrachter so die Lust am Lesen vergällt, scheint von seinem bisherigen Leben nicht allzuviel zu halten.


Der Aufbau

Die Lebensläufe der meisten Bewerber vermitteln vor allem eins: Lustlosigkeit, Stromlinienförmigkeit und wenig Struktur im eigenen Leben. Da wird gleich zu Beginn langatmig der Besuch verschiedener Grundschulen dokumentiert, später der Wechsel von der Realschule aufs Gymnasium, dann die Wehr- oder Zivildienstzeit. Das alles interessiert keinen Menschen, erst recht nicht Ihren zukünftigen Chef!

Zur Illustration: Stellen Sie sich vor, Sie verbringen einen Abend mit Ihrem neuen Arbeitskollegen in der Kneipe. Da Sie sich gegenseitig kennenlernen wollen, beginnt Ihr neuer Mitarbeiter zunächst einmal damit, sämtliche Stationen seines Lebens angefangen vom Kindergarten chronologisch korrekt hintereinander zu erzählen. Spätestens nach den Erlebnissen in der sechsten Klasse werden Ihre Gedanken zwangsläufig abschweifen.

Sie sehen: Wer Wichtiges nicht von Unwichtigem trennt, hat es schwer, Aufmerksamkeit zu erzielen.

Die Idee, im Lebenslauf jedes Detail festzuhalten, um einen möglichst lückenlosen Eindruck zu erzielen, stammt aus einer Zeit, in der vielversprechende Karrieren vor allem geradlinig verliefen. Diese Art von beruflichen Biografien ist aber heute keineswegs mehr die Regel. Wenn Sie sich also nicht gerade bei einem sehr konservativen Unternehmen bewerben, erzielen Sie mit der Auflistung jedes Details eher einen übertriebenen Musterknaben-Eindruck.

Der Grund: Stellen Sie sich vor, Sie haben eine kleine Firma aufgebaut, die gedeiht und wächst. Wegen der guten Auftragslage suchen Sie nun einen Assistenten, der Sie vertreten kann, wenn Sie außer Haus sind. Sie schreiben die Stelle aus und erhalten hundert Bewerbungen. Natürlich prüfen Sie nicht jeden einzelnen dieser Lebensläufe darauf hin, ob sich möglicherweise eine Lücke auftut. Eher werden Sie kurz drüber schauen, ob der Kandidat für die Aufgabe wohl geeignet ist.

Sobald Sie sich in die Lage eines verantwortungsbewussten Chefs hineinversetzen, wird Ihnen klar, dass Arbeitgeber keinen Klassenprimus suchen, sondern eine Arbeitskraft, auf die sie sich verlassen können und die sie im täglichen Geschäft unterstützt. Ein lückenloser Lebenslauf ist aber keineswegs eine Garantie dafür, dass ein Bewerber Arbeit vom Tisch schaffen kann.

Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie auf dem Lebenslauf nur einige generelle Eckpunkte Ihres bisherigen Werdegangs nennen. Damit machen Sie einen Personalentscheider erst recht misstrauisch. "Die meisten Lebensläufe sind einfach unklar", beklagt die Personalfachfrau Franziska Nick von der Nachrichtenagentur Reuters. Und sie erläutert: "Da wächst beim Lesen schnell der Verdacht, hier solle etwas vertuscht werden." Dabei kommt es ihr noch nicht einmal darauf an, dass Bewerber nun unbedingt einen lückenlosen Werdegang vorzuweisen haben. "Die Lücken müssen aber erklärt werden! Wenn jemand ein Jahr lang um die Welt gereist ist, dann kann er das gerne angeben. Lässt er es hingegen weg, werde ich misstrauisch. Nur, wenn die Unterlagen einen sonst tadellosen Eindruck machen, rufe ich den Bewerber auch schon einmal an und frage nach, was er oder sie denn in dieser Zeit gemacht hat", erklärt Nick.


Die Fehler der Bewerber in Sachen Lebenslauf beschränken sich jedoch nicht etwa auf die Auswahl und Anordnung der Daten.


Das Layout

Lebensläufe in Aufsatzform – anstatt tabellarisch – zu verfassen, erfordert ein Höchstmaß an Treffsicherheit in der Formulierung, die viele Bewerber nicht besitzen. Außerdem machen Sie mit selbst verfasster Prosa schnell einen leicht altmodischen Eindruck auf den Personalentscheider.

Dasselbe gilt für handgeschriebene Lebensläufe. Diese sind nicht nur überaus aufwendig herzustellen (da Sie natürlich nicht mit Tintenkiller arbeiten dürfen), sondern führen außerdem den Personalchef in Versuchung, sich als Hobby-Graphologe zu betätigen. So können Sie als Bewerber oder Bewerberin leicht per Handschrift einen völlig unbeabsichtigten Eindruck hinterlassen, weil aus den Unterlängen Ihrer Buchstaben und dem Kippwinkel Ihrer Worte Rückschlüsse auf Ihren Charakter gezogen werden.

Dass ein tabellarischer Lebenslauf typischerweise in 'links die Jahreszahlen' und 'rechts die Bezeichnung der Tätigkeit' gegliedert wird, ist den meisten noch geläufig. Doch damit stößt das Wissen über die Gestaltung eines curriculums häufig bereits an seine Grenzen. Den Lebenslauf in kleiner Schrift, möglichst eng mit wenigen Zwischenüberschriften zu gestalten entspricht einer alten Regel, derzufolge der Lebenslauf nicht länger als eine Seite sein darf. Diese Regel können Sie getrost vergessen. Schließlich geht es in Ihren Bewerbungsunterlagen nicht darum, irgendwelche Platzvorschriften zu beachten, sondern Ihre Vita optimal zu präsentieren. Wenn Sie alles, was Sie zu bieten haben, auf eine Seite zwängen, geben Sie dem Personalchef wenig Anreiz, sich durch die einzelnen Stationen durchzukämpfen. "Manche Bewerber fangen links oben auf der Seite an zu schreiben und hören erst rechts unten wieder auf. Auf einer solchen Roman-Seite wird es dann schwierig, überhaupt noch den Schulabschluss des Bewerbers herauszufinden", erzählt Kira von Moers vom Berliner Tagesspiegel.


Das Foto

Eine echte Falle für ambitionierte Bewerber und Bewerberinnen ist das Foto. Die meisten Bewerbungsfotos geben lediglich Aufschluss darüber, ob es sich um eine männliche oder weibliche Person handelt, und ob diese eine Brille trägt oder nicht. Von einer positiven oder gar gewinnenden Ausstrahlung keine Spur!

Nun stellen Sie sich vor, der Personalchef sitzt um neun Uhr abends immer noch an seinem Schreibtisch und begutachtet mit wachsender Müdigkeit eine Mappe nach der nächsten. Dabei blickt er in leere, meist ausdruckslose Gesichter. Manche Bewerber sehen so aus, als hätten sie gerade eben Ihre Kündigung auf dem Schreibtisch vorgefunden. Andere wiederum vermitteln den für Passbildautomaten typischen Verfremdungseffekt mit verkrampftem Lächeln und halbgeschlossenen Lidern. Fotos, die nicht vom Fotografen stammen, sind daher Ausschlusskriterium.

Mit einer anderen, noch unangebrachteren Variante des Bewerbungsfotos beglücken fast ausschließlich Männer die Personalabteilungen. "Manchmal schicken Leute, die gerade erst von der Uni kommen, vollkommen übertriebene Fotos ein, die sie in "Managerhaltung" am Schreibtisch zeigen. Wer sich in seiner Bewerbung bereits als Juniorchef präsentiert, hat bei uns jedenfalls keine Chance", schmunzelt Franziska Nick von Reuters.

Unpassende und wenig vorteilhafte Bilder rufen beim Personalchef notwendigerweise ungute Gefühle hervor. Schließlich muss er sich darauf einstellen, den ausgewählten Kandidaten später jeden Morgen zu Gesicht zu bekommen. Er wird sich daher genau überlegen, wer bereits auf dem Foto eine angenehme Persönlichkeit vermittelt und wer nicht.

Immer häufiger, so berichtet Josef Westhoff von Sony, legen Bewerber veraltete Bilder bei. Das führt vor allem dann zu Problemen, wenn der Bewerber eingeladen wird und in natura völlig anders aussieht. "In einem Extremfall kam ein Bewerber zu mir, der um 10 bis 15 Jahre älter aussah als das Foto auf dem Lebenslauf. In meiner Überraschung brachte ich nur drei Fragen heraus: 'Wann können Sie anfangen? Was wollen Sie verdienen? Und warum haben Sie um Gottes Willen so ein altes Foto geschickt?' Den Kandidaten haben wir selbstverständlich nicht eingestellt."

Viele Bewerber befestigen ihr Foto mit einem Tacker am Lebenslauf. Diese Technik führt dazu, dass das Bild des Kandidaten beschädigt auf dem Schreibtisch des Personalchefs landet. Auf den ersten Blick ein schlechter Eindruck! Der Einsatz von Büroklammern hingegen führt dazu, dass das Bild sich löst und auf Nimmerwiedersehen verschwindet.


Und zum Schluss

Von seinem Lieblingsfehler in Sachen Bewerberfoto berichtet Thomas Lehment, Personalexperte bei der Kienbaum Unternehmensberatung: "Wir suchten damals Teamleiter für eine große deutsche Brauerei. Ein Bewerber schickte sein Foto, das ihn am Strand in Badehose zeigte. Obwohl der Kandidat eine Dose Bier der betreffenden Marke in der Hand hielt, konnten wir uns nicht zu einer Einladung zum Vorstellungsgespräch entschließen."

Bei diesem Foto scheint es sich nicht um einen Einzelfall zu handeln. "Über eingesandte Urlaubsfotos, die den Bewerber beispielsweise beim Skifahren zeigen oder bei Aufnahmen von der Hochzeit müssen wir schon manchmal lachen", bestätigt Personalfachfrau Evi Prommersberger vom Unterhaltungselektronikvertreiber Saturn/Mediamarkt in Ingolstadt. Auch Aufnahmen des Bewerbers im selbstgestrickten Norwegerpulli oder lässig an einem aufgemotzten Auto lehnend stoßen auf Vorbehalte.


Fehler zusammengefasst

Langweilige Lebensläufe, die nicht wirklich etwas über das berufliche Profil des Bewerbers aussagen, sind an der Tagesordnung. Mit mangelnder Struktur und unübersichtlicher Anordnung der Daten machen Sie den Leser kaum neugierig darauf, etwas über Ihr Leben zu erfahren.

 

Wie Sie Ihre Vita interessanter machen


Im Lebenslauf geht es darum Ihr bisheriges Leben so aufzurollen, dass Sie dem Personalchef als geeigneter Kandidat, geeignete Kandidatin erscheinen. Ihren Unterlagen sollte man entnehmen können, wie Ihre beruflichen Ziele aussehen und was Sie bisher unternommen haben, um diese zu erreichen. Ist der Lebenslauf aussagekräftig, gilt er als Beleg für Ihre Zielstrebigkeit und Lösungsorientierung.

Mit Ihrem Lebenslauf zeigen Sie jedoch nicht nur, dass Sie Leistungsbereitschaft und Motivation anzubieten haben. Sie demonstrieren auch, wieso ausgerechnet Sie der richtige Mann, die richtige Frau für diese Stelle sind. Daraus geht hervor, dass es nicht ausreicht, den Lebenslauf einmal zu verfassen und immer wieder zu verwenden. Statt dessen setzen Sie die einzelnen Elemente Ihrer Vita für jede Bewerbung neu zusammen. Machen Sie verschiedene Entwürfe, und legen Sie fest, welche Version zu welcher Stelle am besten passt.


Der Aufbau

Am Anfang eines Lebenslaufs sollte das stehen, was den Empfänger Ihrer Post am meisten interessiert, und das sind (nach Ihren persönlichen Daten) Ihre beruflichen Qualifikationen. Zeigen Sie, genau wie beim Anschreiben, dass Sie in der Lage sind Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden.

Natürlich gibt es Ausnahmen: wenn Sie beispielsweise in Ihrem Lebenslauf besonders betonen wollen, dass Sie im Ausland aufgewachsen und zur Schule gegangen sind, kann ein Beginn mit diesen Daten durchaus sinnvoll sein.

Hinweis

Die erste Zeile des Lebenslaufs heißt normalerweise Lebenslauf. In akademischen Zusammenhängen können Sie auch das lateinische Curriculum Vitae benutzen. Wenn Sie sich in einem kreativen Umfeld bewerben, sind Variationen selbstverständlich denkbar. In einer PR-Agentur können Sie Ihren Lebenslauf beispielsweise mit Mein Weg in die Werbung, in einem Reisebüro mit Die wichtigsten Stationen überschreiben.

Nur konservative Unternehmen bestehen noch auf lückenlose Werdegänge. Ansonsten ist die Zeit der stringenten beruflichen Laufbahnen vorbei. Niemand erwartet von Ihnen als Website-Programmierer oder Werbegrafikerin, dass Sie mit einer lückenlosen Vita aufwarten können. "Mit einem nicht ganz geradlinigen Lebenslauf kann ein Bewerber auch unter Beweis stellen, dass er flexibel ist und sich immer wieder auf neue Arbeitssituationen einstellen kann", bestätigt Kira von Moers, Personalreferentin beim Berliner Tagesspiegel.

 

Folgende Rahmenbedingungen gelten für Ihren Lebenslauf:

1. Abschnitt: Beginnen Sie mit Ihren persönlichen Daten, das bedeutet
Vorname und Name
Adresse
Geburtstag und -ort
Familienstand, Kinder
Telefon, evtl. Fax und Email
Wenn Sie keine deutsche Staatsangehörigkeit besitzen, können Sie das hier vermerken. Name und Berufe von Eltern, Ehepartnern und Geschwistern sowie die Religionszugehörigkeit lassen Sie weg, es sei denn, es gibt wichtige Gründe, beispielsweise wenn Sie sich in einem konfessionellen Krankenhaus bewerben.

2. Abschnitt: Unter der Überschrift Berufliche Erfahrungen oder Berufstätigkeit listen Sie auf, welche Erfahrungen Sie bereits in der Arbeitswelt sammeln konnten. Aus Ihren Angaben muss hervorgehen, welche Position Sie wo innehatten und welches Ihr konkreter Einsatzbereich war. Das sind die Erfahrungen, die Ihren Arbeitgeber interessieren und die also aussagekräftig formuliert sein müssen.

Klassischerweise werden die einzelnen Stationen Ihres Lebenswegs chronologisch von früher bis heute geordnet. Allerdings geht man mehr und mehr dazu über, mit der jetzigen Tätigkeit zu beginnen und dann quasi rückwärts aufzuzählen. Das hat den Vorteil, dass das wichtigste, nämlich Ihre momentane Tätigkeit ganz weit oben steht.

3. Abschnitt: Nach Ihren beruflichen Erfahrungen sollten Sie Ihre Ausbildung oder Ihr Studium inklusive dem erreichten Abschluss anführen. Noten geben Sie nur dann an, wenn sie überdurchschnittlich sind. Das Thema der Abschlussarbeit und Ihre Schwerpunkte sind von Interesse, wenn ein Bezug zu der angestrebten Position ersichtlich ist. Sollten Sie Ihr Studium abgebrochen haben, lassen Sie die Angabe zum Abschluss kommentarlos weg. Die Überschrift heißt hier Ausbildung oder Studium.

4. Abschnitt: Unter der Überschrift Schule können Sie Ihre Schulbildung anführen. Genaue Details sind überflüssig (es sei denn, Sie kommen gerade erst von der Schule), die Art Ihres Schulabschlusses sollte jedoch erkennbar sein.

5. Abschnitt: Danach listen Sie unter der Überschrift Sonstige Kenntnisse Ihre Computer- und Fremdsprachenkenntnisse auf, einschließlich einer Angabe, wie gut diese sind (zum Beispiel fließend oder Grundkenntnisse). Ein Führerschein, falls für den Job vonnöten, sollte hier auch erscheinen.

6. Abschnitt: Unter der Überschrift Hobbys oder Interessen geben Sie an, welchen Tätigkeiten oder Themen Sie in Ihrer Freizeit nachgehen. Viele Bewerber vergessen diesen Punkt und vergeben damit die wertvolle Chance, im Lebenslauf auch Persönlichkeit zu transportieren. Dabei macht es sich in jedem Fall gut, wenn Sie wenigstens eine Sportart und ein eher kulturelles Interesse angeben. Schauen Sie sich einmal den Unterschied an zwischen der Angabe: Bodybuilding und Motorsport oder Englische Krimis und Handball. Übrigens können Sie auch hier eine andere Überschrift finden, beispielsweise Steckenpferde.

Selbstverständlich kann es in Ihrem Lebenslauf weitere Abschnitte geben. Überschriften wie Auslandsaufenthalte, Mitgliedschaften oder Weiterbildung sind denkbar. Es hängt davon ab, was Sie anzubieten haben und was Sie unter den anderen Punkten bereits aufgelistet haben.

Zum Schluss Ihres Lebenslaufs stehen in jedem Fall Ort, Datum und die handschriftliche Unterschrift mit blauer Tinte. Ihre Signatur sollte aus Vor- und Nachnamen bestehen, entzifferbar und sympathisch sein. Hier ausnahmsweise keine kreativen Experimente durchführen!


Das Foto

Sie haben bereits gelernt, dass dem Foto im Zweifelsfall die wichtigste Bedeutung in Ihrem Lebenslauf zukommt. Dann nämlich, wenn Ihr zukünftiger Chef tagsüber keine Zeit hatte, den Berg von Bewerbungsmappen abzutragen und nun erst zu später Stunde die Unterlagen durchsieht. Da er vermutlich nicht die gesamte Nacht im Büro verbringen möchte, wird er nach einem Kriterium suchen, möglichst viele Mappen in die Ablage Zurück und nur wenige auf Wiedervorlage zu sortieren. Dabei ist die Auswahl über das Foto für ihn möglicherweise die zeitsparendste. Ein Bild sagt schließlich mehr als tausend Worte.

Ihr Foto ist dann gut, wenn es Sie so zeigt, wie Sie sich präsentieren möchten: jung und dynamisch, adrett und ordentlich oder erfahren und gelassen. Das erreichen Sie nicht allein durch die entsprechende Kleidung. Wichtig ist, dass Sie an einem Tag zum Fotografen gehen, an dem Sie gesund und munter sind und sich glücklich und voller Tatendrang fühlen. Sie werden sich wundern, wieviel Ausstrahlung dann auf Ihrem Foto rüberkommt. Übrigens spricht nichts dagegen, das Foto einzuscannen und auszudrucken.

Üblicherweise zeigt das Foto Ihren Kopf samt Kragen. Sie können aber auch mehr von sich preisgeben. Ein Foto am Schreibtisch oder in einer anderen Arbeitsposition kann einen guten Eindruck machen. Ob Sie dabei Schwarz-Weiß oder Farbe bevorzugen, bleibt Ihnen überlassen. Die Abzüge sollten mindestens doppelt so groß sein wie ein normales Passfoto, aber deutlich unter Postkartenformat bleiben.

Tipp

Fertigen Sie einen kleinen Aufkleber mit Ihrem Namen an, den Sie hinten auf das Foto kleben. Falls es sich im Wust der Bewerbungsmappen löst, kann man dann immer zweifelsfrei bestimmen, welches Foto zu welcher Bewerbung gehört.

Das Layout

Für ein klares, ansprechendes Layout empfiehlt es sich, die Überschriften der einzelnen Abschnitte, also Berufliche Qualifikationen oder Schule größer zu setzen und möglicherweise zu unterstreichen. Fertigen Sie verschiedene Entwürfe an und vergleichen Sie! Wichtig ist, dass Sie alle Daten sehr übersichtlich präsentieren, damit der Leser, die Leserin sich sofort zurecht findet.

Wenn Sie sich als Schüler oder Schülerin um eine Lehrstelle bewerben, reicht eine Seite Lebenslauf völlig aus. Bei Berufstätigen sind zwei, maximal zweieinhalb Seiten angemessen.

Quintessenz

Beim Zusammenstellen einer attraktiven Vita reicht es heute nicht mehr aus, die Stationen seines Lebens chronologisch korrekt hintereinander aufzulisten. Schließlich haben viele Ihrer Mitbewerber ähnliche formale Qualifikationen wie Schulabschluss und Ausbildung anzubieten. Wichtig ist, dass Sie wirklich aussagekräftige Angaben zu Ihrem beruflichen Profil machen. Dann wird Ihnen auch der ein oder andere Knick in der Vita schnell verziehen.


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