Individuelle
Berufsfindung

Ist Individuelle Berufsfindung in der schwierigen Arbeitsmarktlage überhaupt realistisch?

Wer heutzutage über Befriedigung im Beruf, Spaß an der Arbeit und vielleicht sogar über Traumberufe spricht, wird schnell mit Resignation und Aggressivität konfrontiert. „Heute kannst Du froh sein, wenn Du überhaupt etwas kriegst", lautet die gängige Antwort. Auf der Suche nach echten Motivationen und Herzenswünschen wird man schnell zum Spinner gestempelt.

Ist Individuelle Berufsfindung nur etwas für gute Zeiten? Ganz im Gegenteil! In der schwierigen Arbeitsmarktsituation ist es für den Berufssuchenden notwendiger denn je, sich zu orientieren und konkret darüber nachzudenken, auf welchem Gebiet er wirklich arbeiten will. Nur dort wird er in der Lage sein, mit den notwendigerweise auftretenden Rückschlägen fertig zu werden und langfristig Spitzenleistungen zu erbringen. Gerade in einer schwierigen Situation kann es sich niemand leisten, auf den Zufall zu hoffen und sich ohne einen konkreten Plan ziellos in der Welt der Arbeit zu bewerben.

Wer unterschwellig signalisiert: „Ich weiß nicht genau, was ich will" hat denkbar schlechte Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Schließlich reagieren Arbeitgeber allergisch auf orientierungslose Arbeitssuchende. „Wie soll so einer in meiner Firma ein Ziel erreichen?" schießt so manchem Arbeitgeber durch den Kopf beim Anblick eines durchschnittlich desorientierten Germanisten.

Gerade in schwierigen Situationen ist es entscheidend, ein klares Ziel vor Augen zu haben, das man mit echter Überzeugung und Elan verfolgt. Sich heute der Frage zu stellen, auf welchem Gebiet man wirklich arbeiten möchte, ist daher nicht Luxus, sondern Notwendigkeit.


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