Vom Marketing Coordinator zum DJ

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Vom Marketing Coordinator zum DJ - Die Geschichte von Tjoeng - Berufsberatung mit Uta Glaubitz
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Vom Marketing Coordinator zum DJ: Dennis Tjoeng aus Düsseldorf

Soll man sein Hobby zum Beruf machen? Die Antwort lautet: Es kommt darauf an. Es kommt zum Beispiel darauf an, ob das Hobby überhaupt berufstauglich ist. Außerdem sind allgemeine Fragen in der Berufsfindung sowieso schwer zu beantworten. Es kommt immer auf den einzelnen Fall an.

Dennis hat indonesische Eltern und einen Bachelor in Wirtschaftswissenschaften. Als Texter in der Werbung gewinnt er mehrere Kreativpreise. Die Karriere läuft. Trotzdem schafft er den Sprung vom Juniortexter zum Texter nicht und meldet sich daher bei einer Personalberatung. Doch statt ihn zu vermitteln, stellt man ihn sofort als Marketing Coordinator ein.

Doch auch in einer der größten deutschen Personalberatungen will keine rechte berufliche Freude aufkommen. Im Gegenteil: Dennis steht zweimal kurz vor dem Burnout. Er kommt ins Berufsfindungsseminar und entscheidet sich, sein Hobby zum Beruf zu machen und DJ zu werden. Ein ungewöhnlicher Berufswunsch - aber ein Beruf, der passt.

Wenige Wochen nach dem Berufsfindungsseminar kündigt ihm sein Arbeitgeber. Es würde nicht gut genug laufen, so sein Vorgesetzter und fragt danach besorgt, was der frisch Entlassene denn jetzt beruflich tun würde. Dennis aber ist gar nicht traurig: „Ich habe einen Plan: Ich werde DJ.“ Einige seiner Kollegen finden seinen neuen Berufswunsch cool, andere halten ihn für bescheuert. Das aber ist ihm nach eigener Aussage „völlig egal“. Ein eigener Berufswunsch ist ein eigener innerer Kompass. Das macht unabhängig.

Dennis setzt sich an die Plattenspieler und nimmt einen Mix auf, tanzbar und genreübergreifend. Dann ruft er Veranstalter an und geht bei Clubbesitzern vorbei. Seine ersten Auftritte sind in Düsseldorf, Köln, Hamburg und München. Einer davon ist die jährliche Preisverleihung eines Werbepreises, den er selbst schon gewonnen hat. Mit der Veranstalterin war Dennis seitdem in Kontakt. „Ich lebe meinen Traumberuf und sehe im Moment den besten Dennis, den es je gab“, so beschreibt Mr. Nice Guy seinen Berufsfindungszustand.

Sechs Monate nach dem Berufsfindungs-Workshop legt Mr. Nice Guy im „Cocoon Club“ von Sven Väth auf. Er gewinnt den Titel „Red Bull Most Wanted DJ Aachen“ und produziert einen Mix für das Streetwearlabel Mazine, das auch sein Outfit sponsort. Dennis wird Official Mazine DJ. Als Mazine und Kickz neue Outlets eröffnen, veranstalten sie ein ganztägiges Streetballturnier, das der Berufswechsler beschallt. Er legt auf bei der Eröffnung des G-Star Shoes Headquarters in Düsseldorf und beim Jury Empfang des Art Directors Club in Frankfurt. Die Karriere läuft – diesmal aber selbstbestimmt.

Drei Jahre nach dem Berufsfindungsseminar wird Dennis zum wichtigsten internationalen DJ Contest eingeladen: Red Bull Thre3style. In seiner Kategorie macht er den zweiten Platz. Danach geht er auf Tour mit dem Musiker Martin Jondo, quer durch Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Das Jahr darauf bringt eine besondere Ehre: Bundesligist Schalke 04 bestellt Dennis für die Weihnachtsfeier des Vereins. Während des Auftritts kommt Kevin-Prince Boateng auf die Bühne und rappt eine Runde zu Dennis‘ Musik. Als der zwei Monate später eine Überraschungsparty für seine Frau organisiert, ist die Wahl des DJs klar: Nobody but Mr. Nice Guy. Dem schließt sich Nationalspieler Benny Höwedes an und engagiert Berufswechsler Dennis, auf seiner Hochzeit aufzulegen.

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